Beschreibung:
TÖTE DIE FLIEGE SONST TÖTET SIE DICH
- denn die Fliege liebt das Aas, den Mist und
den schön gedeckten Tisch. Sie war daher
ein gefürchteter Überträger von
Krankheiten. Schon seit Mitte 1800 waren Fliegenfänger
- mit Leim bestrichene Papierstreifen - üblich.
Allerdings stellten diese Fänger in ihrer
Qualität niemanden zufrieden; bei Hitze tropfte
der Leim, bei Kälte wurde er hart und gab
die gefangenen Fliegen wieder frei. Zudem wurde
er zu dieser Zeit noch komplett von Hand hergestellt,
was seiner Rentabilität sehr entgegenstand.
Theodor Kaiser, ein schwäbischer Tüftler,
nahm sich dieser Probleme an und entwickelte einen
Leim, der noch heute eingesetzt wird. Der Kälte
und Hitze trotzend ist er drei Jahre lagerfähig.
Ferner ersann er eine Aufhängevorrichtung,
den „Stift am Band“, einen Reißnagel
der mittels einem Bastband direkt mit dem Fliegenfänger
verbunden ist. Diesen meldete er 1910 zum Patent
an. Ferner entwickelte er die fabrikationsmäßige
Herstellung der Fliegenfänger, der damit
zum Massenartikel wurde. Binnen kürzester
Zeit wurde er in der ganzen Welt nachgefragt.
Um den Kundenwünschen gerecht zu werden,
baute Theodor Kaiser insgesamt 12 Niederlassungen,
u.a. in Österreich, Frankreich und der Tschechei
auf.
Im Dezember 1930 starb er mit nur 65 Jahren,
sein Sohn Friedrich übernahm die Firmenführung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Großteil
der Auslandsfirmen annektiert und die chemische
Keule DDT eroberte den Markt. Dem Aeroxon Fliegenfänger
drohte das Aus. Durch das in den 50er Jahren
erwachende Gesundheitsbewusstsein hat er jedoch
wieder neuen Aufschwung bekommen und wird heute
wieder wie ehemals in die ganze Welt geliefert.