Kellerasseln sind an das Landleben angepasste Krebstiere (Oniscoidea) und keine Insekten.
Kellerasseln besitzen sieben Laufbeinpaare und haben eine charakteristische Körperform mit
einem halbringförmig gegliederten Rückenpanzer und am Körperende ein Tastorgan.
Sie sind dunkelgrau, bisweilen auch gelblich marmoriert gefärbt. Bei Gefahr rollen sich Kellerassel
ein und stellen sich tot.
Im Gegensatz zu anderen Asselarten können Kellerasseln auch Trockenheit
besser ertragen, da sie spezielle, sonst bei Krebstieren nicht vorhandene Atmungsorgane (Pseudotracheen)
an den hinteren Beinen haben.
Lebensweise:
Weibliche Kellerasseln tragen Eier und die ersten Larvenstadien (Mancastadien), das erst sechs Laufbeinpaare
hat, in einer flüssigkeitsgefüllten Bauchtasche (Marsupium) etwa 40-50 Tage. Larven häuten
sich dann noch 10-13 mal und sind nach ca. drei Monaten erwachsen.
Besonderes:
Gelegentlich werden Kellerasseln mit Saftkuglern (Glomeridae) verwechselt. Letztere sind
jedoch Insekten aus der Ordnung der Tausendfüßer (Myriapoda) und haben 17-19 Beinpaare.
Schäden:
Kellerasseln ernähren sich von abgestorbener organischer Substanz und haben in der Natur
die Funktion eines Entsorgers. In vom Menschen geprägter Umgebung werden auch Gemüse,
Obst und Kartoffeln gefressen in die sie Gänge nagen. Von außen sind lediglich ca. 3 mm
breite Löcher erkennbar. Das Vorkommen von Kellerasseln wird auch oft als ekelhaft empfunden.
Kellerasseln können in Wohnungen und Keller eingeschleppt werden oder auch aktiv einwandern.
Bekämpfung:
Dort wo die Möglichkeit gegeben ist, lassen sich Kellerasseln durch ein Absenken der
Luftfeuchtigkeit bekämpfen. Auch mit Klebefallen können Kellerasseln gefangen werden.
Durch das Ausstreuen von Diatomeenerde wird der Panzer der Tiere beschädigt, was zu einem Austrocknen führt.