Kellerasseln

Häufigste Art in Häusern und KellernKellerassel (Porcellio scaber)
Größe11-16 mm
NahrungIm Freiland abgestorbenes organisches Material, in Häusern Kartoffeln, Gemüse, Früchte.
VorkommenKönnen aktiv in Wohnungen und Keller einwandern.
SchädenDurch Frass an gelagerten Kartoffeln, Gemüse und Obst.
BekämpfungKlebefallen, Diatomeenerde.

Beschreibung

Kellerasseln sind an das Landleben angepasste Krebstiere (Oniscoidea) und keine Insekten. Kellerasseln besitzen sieben Laufbeinpaare und haben eine charakteristische Körperform mit einem halbringförmig gegliederten Rückenpanzer und am Körperende ein Tastorgan. Sie sind dunkelgrau, bisweilen auch gelblich marmoriert gefärbt. Bei Gefahr rollen sich Kellerassel ein und stellen sich tot.

Im Gegensatz zu anderen Asselarten können Kellerasseln auch Trockenheit besser ertragen, da sie spezielle, sonst bei Krebstieren nicht vorhandene Atmungsorgane (Pseudotracheen) an den hinteren Beinen haben.

Lebensweise

Weibliche Kellerasseln tragen Eier und die ersten Larvenstadien (Mancastadien), das erst sechs Laufbeinpaare hat, in einer flüssigkeitsgefüllten Bauchtasche (Marsupium) etwa 40-50 Tage. Larven häuten sich dann noch 10-13 mal und sind nach ca. drei Monaten erwachsen.

Besonderes

Gelegentlich werden Kellerasseln mit Saftkuglern (Glomeridae) verwechselt. Letztere sind jedoch Insekten aus der Ordnung der Tausendfüßer (Myriapoda) und haben 17-19 Beinpaare.

Schäden

Kellerasseln ernähren sich von abgestorbener organischer Substanz und haben in der Natur die Funktion eines Entsorgers. In vom Menschen geprägter Umgebung werden auch Gemüse, Obst und Kartoffeln gefressen in die sie Gänge nagen. Von außen sind lediglich ca. 3 mm breite Löcher erkennbar. Das Vorkommen von Kellerasseln wird auch oft als ekelhaft empfunden.

Kellerasseln können in Wohnungen und Keller eingeschleppt werden oder auch aktiv einwandern.

Bekämpfung

Dort wo die Möglichkeit gegeben ist, lassen sich Kellerasseln durch ein Absenken der Luftfeuchtigkeit bekämpfen.

Auch mit Klebefallen können Kellerasseln gefangen werden. Durch das Ausstreuen von Diatomeenerde wird der Panzer der Tiere beschädigt, was zu einem Austrocknen führt.