Geschichte

1909

1909 erfand der schwäbische Konditor und Hustenbonbonproduzent Theodor Kaiser (1862 – 1930) aus Waiblingen - inspiriert von den Fliegen in der heimischen Back­stube - den Fliegenfänger neu. Der Leim war nun hitze- und kältebeständig, hielt Fliegen zuverlässig fest und zeichnete sich durch eine lange Lagerfähigkeit aus.

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1909

Die ersten Fliegenfänger, noch unter dem Markennamen „Aeroplan“ fertigen 1909 Heimarbeiterinnen in Handarbeit. Zur Befestigung des Fliegenfängers an der Zimmerdecke ist dieser mit Ösen versehen.

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1910

Der Fliegenfänger wird erstmalig in der Schweiz zum Patent angemeldet. 1910 arbeiten bereits 105 Mitarbeiter im neuen Produktionsgebäude in der Bahnhofstraße 35. Hier befindet sich auch heute noch der Firmensitz.

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1910

Der Markenname „Aeroplan“ muss aufgrund von Einsprüchen aus dem Fluggerätebau und der Spielwarenindustrie aufgegeben werden.

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1911

Ein neuer Markenname wurde gesucht und 1911 gefunden. Am 30. Januar 1911 erfolgt der Eintrag des Aeroxon Fliegenfängers in die Warenzeichenrolle. Die Geburtsstunde der Marke AEROXON.

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1913

1913 sind die Entwicklungen einer „Maschine zum Befestigen des Reißnagels“ abgeschlossen. Mit dem integrierten Reißnagel kann der Fliegenfänger viel einfacher aufgehängt werden.

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1918

Während des ersten Weltkriegs läuft die Produktion stetig weiter, da der Fliegenfänger dringend benötigt wird.

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1922

1922 kann eine Produktion von 19.8 Mio. Fliegenfängern verzeichnet werden.

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1923

Der Aeroxon Honig-Fliegenfänger auf einem Werbeplakat der 20er Jahre.

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1924

Da die Produktionskapazität im Stammwerk Waiblingen Anfang der 20er Jahre an ihre Grenzen stößt, wird 1924 in Würzburg ein Saisonbetrieb „AEROXON Fr. Kaiser GmbH Würzburg“ gegründet. Von März bis September arbeiten in Würzburg rund 150 bis 200 Personen. 

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wird der Betrieb im Oktober 1939 geschlossen und 1945 vollständig zerstört.

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1926

Mitte der 20er Jahre beginnt die Exporttätigkeit. 36 Millionen Fliegenfänger werden ins Ausland geliefert

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1927

Der schnelle Verkaufserfolg des Fliegenfängers lässt sich auch auf die gute und weit gestreute Werbung zurückführen

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1927

Die internationale Bekanntheit wächst mit weltweiter Reklame in der jeweiligen Landessprache. Die nebenstehende Abbildung zeigt ein Plakat für den englischsprachigen Markt.

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1928

Bis Ende der 20er Jahre werden 11 Auslandsfirmen gegründet, um den weltweit steigenden Bedarf an Fliegenfängern zu erfüllen. Für den Osthandel entstehen Firmen und Niederlassungen in Prag, Biala, Budapest, Maribor und Timisoara; für den Westhandel Firmen in Bregenz, Bozen, Liestal, St. Louis und Malines.

Im und nach dem 2. Weltkrieg gehen sämtliche Firmen im östlichen Ausland verloren. Die Unternehmen in Frankreich und Canada (ab 1933) werden bis in die 60er Jahre fortgeführt. Nur die Niederlassung in Österreich (Bregenz) besteht heute noch.

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1930

Einführung der mechanischen Fertigung auf Maschinen die selbstentwickelt und gebaut wurden.

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1930

1930 werden rund 124 Mio. Fliegenfänger produziert. Aeroxon nutzt die kontinuierlich steigenden Produktionszahlen für ausdrucksstarke Anzeigen und Werbeplakate.

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1930

Im Dezember 1930 verstirbt Theodor Kaiser nach kurzer Krankheit. Erst im September desselben Jahres wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Waiblingen verliehen. Die frühere Staufenstraße, an die das Firmengelände grenzt, wurde später in die Theodor-Kaiser-Straße umbenannt.

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1930

Im Dezember 1930 tritt Friedrich Kaiser (1900 – 1988) nach Lehr- und Wanderjahren im In- und Ausland die Nachfolge seines Vaters an.

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1935

Abbildung des Fliegenfängers aus dem Jahr 1935.

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1939

Während des II. Weltkriegs ist der Fliegenfänger für die Seuchenbekämpfung, vor allem in der Landwirtschaft, eine absolute Notwendigkeit. „TÖTE DIE FLIEGEN, SONST TÖTEN SIE DICH“ lautet der Slogan der damaligen Zeit. Die Fliege wird als ein gefährlicher Bazillenüberträger angesehen. Typhus, Diphtherie und andere Krankheiten sind damals weit verbreitet.

Die Produktion verringert sich von 73 Mio. Stück zu Beginn des Krieges auf nur noch 9 Mio. Stück im Jahr 1945.

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1947

Mit dem Ende des Krieges erreichen auch die in Amerika bereits gut eingeführten DDT–Produkte Europa. In nahezu jedem Haushalt werden die hochgiftigen Produkte eingesetzt. Die Gefahr des Nervengifts für die Gesundheit wird jahrelang nicht erkannt.

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1957

Der Rohbau des neuen Büro- und Produktionsgebäudes der Theodor-Kaiser-Straße/Ecke Bahnhofstraße steht. Mit einem auf dem Dachstuhl befestigten Richtbaum geht der Dank an alle Handwerker, die am Bau des Gebäudes mitgewirkt haben.

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1958

1958 sind die Bauarbeiten am Büro- und Produktionsgebäude abgeschlossen. In den beiden oberen Etagen befinden sich die Büroräume sowie ein Konferenzraum.

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1964

1964 bittet Friedrich Kaiser seinen amerikanischen Schwiegersohn John G. Updike, Ehemann der ältesten Tochter Ellen, um Unterstützung. Die Familie Updike siedelt von Amerika nach Deutschland um

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1966

1966 wird die Fliegenklatsche aus Kunststoff eingeführt.

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1969

1969 ist das Gründungsjahr der Fa. Aeroxon Schädlingsbekämpfungsmittel GmbH.

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1970

Das Aeroxon-Sortiment zur Fliegenbekämpfung zu Beginn der 70er Jahre besteht aus zwei Produkten: dem Fliegenfänger und der Fliegenklatsche. Der Fliegenfänger wird seit 1965 in einer charakteristischen Blisterverpackung aus gelbem Kunststoff angeboten, die bis Mitte der 90er Jahre sein Erscheinungsbild prägt.

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1976

Für den Einsatz in Stall- und Gewerberäumen wird 1976 der Aeroxon Stallfliegenfänger eingeführt. Die doppelseitig beleimte Leimfläche von 2 x 0,2 m kann über 4.000 Fliegen aufnehmen.

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1976

1976 erweitert Aeroxon das Sortiment um Ameisen-, Silberfischchen- und Motten- Köderboxen.

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1980

1980 scheidet Friedrich Kaiser als Geschäftsführer aus dem Unternehmen aus und übergibt die Leitung seinem Schwiegersohn John G. Updike (1929 - 2010).

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1985

Ab 28. August 1985 dürfen der Aeroxon-Fliegenfänger und der Aeroxon Stallfliegenfänger das Umweltzeichen „Blauer Engel“ führen, das von RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. vergeben wird.

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1988

1988 stirbt Friedrich Kaiser im Kreise seiner Familie.

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1992

Thomas Updike (Sohn von Ellen Updike, geb. Kaiser und John G. Updike) tritt in das väterliche Unternehmen ein.

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1994

Im Jahr 1994 nimmt Aeroxon zwei neue Produkte in das Lieferprogramm auf. Gegen Fliegen in Innenräumen schafft der Aeroxon Fensterstreifen dezent und wirkungsvoll Abhilfe. Gegen Ameisen am Haus kann Aeroxon das giftfreie Ameisen-Stop empfehlen, dessen Pulver einen Geruchsstoff enthält, der die Kommunikation der Ameisen stört und zur Auflösung des Ameisennestes führt.

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1995

1995 kann Aeroxon dem Handel als einer der ersten Markenanbieter eine Pheromonfalle gegen Lebensmittelmotten anbieten. Angelockt durch ein spezielles Mottenpheromon, das sich in einem kleinen Gummiköder befindet, bleiben die männlichen Motten auf der Leimfläche der Falle kleben. Heute ist die Aeroxon Lebensmittelmotten-Falle Marktführer in Deutschland (Quelle: Nielsen Haushaltsinsektizide 2010).

Daneben wird das Fenster-Fliegengitter „weiß“ gegen Fliegen, Schnaken und Motten eingeführt. Ein Jahr später folgt die Ausführung mit einem anthrazitfarbenen Gitter.

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1996

Das Marken-Logo Aeroxon wird 1996 um das fliegenfangende Chamäleon erweitert.

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1996

1996 erhält das Aeroxon-Sortiment ein neues Erscheinungsbild. Den oberen Teil der Packungen nimmt der gelbe Schriftzug „Aeroxon“ mit dem ergänzenden Chamäleon in Anspruch. Grafische Abbildungen auf der Frontseite zeigen das jeweilige Produkt in der der Anwendung und geben dem Verbraucher eine schnelle Orientierungshilfe.

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1997

Im Jahr 1997 bietet Aeroxon den Lavendelblüten-Beutel mit echten Lavendelblüten aus der Provence an.

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1997

Werbung aus dem Jahre 1997:
Aeroxon bietet eine umfangreiche Produktpalette zur Prophylaxe und Bekämpfung von fliegenden und kriechenden Insekten sowie von Kleider- und Lebensmittelmotten an.

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1998

Neuheit gegen Fliegen im Jahr 1998: der Aeroxon Insekten-Falter. Mit einem wirkungsvollen Fraßköder bekämpft der Aeroxon Insekten-Falter Fliegen in allen Innenräumen. Der Schmetterling hält in diesem Jahr Einzug in viele Haushalte und schmückt bis heute unzählige Fensterscheiben. Er ist bis heute der meistverkaufte dekorative Fliegenköder in Deutschland (Quelle: Nielsen Haushaltsinsektizide 2010).

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1999

Änderung des Firmennamens Aeroxon Schädlingsbekämpfungsmittel GmbH in Aeroxon Insect Control GmbH

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2000

Um Textilien auf natürliche Weise vor Kleidermotten zu schützen, bietet Aeroxon ab dem Jahr 2000 Zedernholz-Ringe an. Der typische Duft des unbehandelten Zedernholzes „Red Cedar“ vertreibt Kleidermotten aus Schränken und Truhen.

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2001

Neben der Fenster-Fliegenfalle mit transparenter Leimfläche produziert Aeroxon ab 2001 die Fenster-Fliegenfalle „Früchte“. Diese lockt mit einem farbenfrohen Früchtemotiv Fliegen auf den leimbeschichteten Kunststoffstreifen.

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2002

2002 bringt Aeroxon die Kleidermotten-Falle auf den Markt. Ein spezielles Pheromon, das durch einen Lockstoffköder verströmt wird, lockt männliche Kleidermotten an, die anschließend auf einer Leimfläche sicher kleben bleiben.

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2002

2002 scheidet John G. Updike als Geschäftsführer aus und übergibt die Leitung der Firma an seinen Sohn Thomas Updike (geb. 1962)

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2002

Im Jahr 2002 nutzt Aeroxon das gute Testergebnis bei Öko-Test für die Gestaltung der Fachanzeigen „Gegen Motten“.

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2003

Das Aeroxon Markenlogo wird in Ellipsenform umgestaltet.

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2003

Im Jahr 2003 werden alle Produkte einem Packungs-Relaunch unterzogen. Die einheitliche Farb- und Logogestaltung bestimmt die Unverwechselbarkeit der Produkte.

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2003

Ein zweiter Produktionsstandort in Klatovy (Tschechien) erweitert ab 2003 die Produktionskapazitäten und ermöglicht den Aufbau zusätzlicher Produktionslinien.

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2005

Aeroxon gewinnt im Jahr 2005 den ECR Award und wird gemeinsam mit der EDEKA Minden-Hannover IT-/logistic service GmbH für herausragende Logistik-Kompetenz ausgezeichnet. Mit dem ECR Award werden Unternehmen und Persönlichkeiten aus Handel, Industrie und Dienstleistung für ihr vorbildliches ECR-Management in der Praxis ausgezeichnet.

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2007

2007 wird das neue Labor der Aeroxon Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit modernen Analysegeräten ausgestattet. Mit einem Gaschromatographen (GC) lassen sich nun komplexe Stoffgemische sehr genau analysieren. Mit diesem Verfahren kann beispielsweise das Pheromon auf den Kleider- und Lebensmittelmotten-Fallen genau überprüft werden, sowohl quantitativ als auch qualitativ. 

Daneben ermöglicht die Hochleistungsflüssigkeits-Chromatographie (HPLC) auch die Analyse fester Stoffe – ein Verfahren, dass für die Überwachung der richtigen Wirkstoffmenge von großer Bedeutung für viele Aeroxon-Produkte ist.

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2007

Zum Einsatz an Zimmerpflanzen entwickelt Aeroxon die Gelbfalle - eine giftfreie Leimfalle mit spezieller Lockfarbe für fliegende Schadinsekten. Aeroxon bietet im Jahr 2007 die Gelbfalle mit teilbarer Fangfläche sowie zum Hängen oder Stecken an.

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2009

Aeroxon führt 2009 die Aeroxon Zeckenkarte ein. Mit der Zeckenkarte im handlichen Scheckkartenformat können Zecken bei Mensch und Tier einfach und sicher entfernt werden.

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2009

Aeroxon-Anzeige aus dem Jahr 2009 zum Thema Kleidermotten.

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2009

Das Aeroxon Sortiment umfasst rund 40 wirksame Produkte gegen fliegende und kriechende Insekten sowie gegen Motten.

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2010

Am 23. Januar 2010 stirbt John G. Updike im Alter von 80 Jahren.

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2010

Mit der erfolgreichen Einführung des Neuprodukts Aeroxon Langzeit-Mottenschutz bringt Aeroxon ab 2010 frischen Duft in den Kleiderschrank und sorgt 6 Monate lang für mottenfreie Kleidung.

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2010

Aeroxon ist mit dem Fliegenfänger Weltmarktführer und findet 2010 Aufnahme im „Lexikon der deutschen Weltmarktführer“ (Dr. Florian Langenscheidt und Prof. Dr. Bernd Venohr (Hg.)).

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2011

Auf einer Fläche von 126 m² sind ab 2011 die Aeroxon Fliegenzucht und sowie Versuchsräume für Fliegen- oder Mottenprodukte untergebracht. 

Testreihen, die u.a. für die Erprobung neuer Produkte notwendig sind, können nun in drei Versuchsräumen unter konstanten, kontrollierten Bedingung stattfinden. Die Versuchsräume sind klimatisiert und mit einer im vorab definierten Hell-Dunkel-Zyklus programmierbaren, simulierten Tageslichtbeleuchtung ausgestattet.

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2011

Aktuelles Aeroxon Logo nach dem Relaunch 2011.

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2011

2011 präsentieren sich die Verpackungen in aktualisiertem Design. Gelb und Rot bleiben die typischen Aeroxon-Farben. Markante Abbildungen in fotorealistischem Stil auf der Frontseite unterstützen die klaren Anwendungshinweise auf der Rückseite jeder Packung.

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2011

Mit dem Mottenschutz-Duftsäckchen bringt Aeroxon ab 2011 ein weiteres, sehr wirksames Mottenprodukt auf den Markt. Drei kleine, handliche Duftsäckchen bekämpfen Kleidermotten und deren Larven und beugen einem Neubefall zuverlässig vor.

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2011

Aeroxon erweitert das Sortiment gegen fliegende Insekten um die Aeroxon Fruchtfliegen-Falle. Angezogen vom Duft einer natürlichen Lockstoffmischung werden die Frucht-, Obst- oder Essigfliegen auf der beleimten Innenseite der Falle sicher festgehalten. 

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2012

Mit dem Aeroxon Mottenpapier, das wirksam Motten, Pelz- und Teppichkäfer bekämpft kommt nun frische Farbe in die Schränke. Der mit einem floralen Muster bedruckte Leporello besitzt einen wirkstofffreien Rand und erleichtert damit das Abtrennen einzelner Blätter.

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2013

Das neue Textilschutz-Säckchen von Aeroxon® bietet doppelten Nutzen: Kleidermotten und Larven werden abgetötet und ein Neubefall wird für drei Monate wirksam unterbunden.

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2014

Mit neuer Rezeptur bringt Aeroxon® jetzt das Biotonnen-Pulver auf den Markt. Das giftfreie mineralische Pulver bindet Flüssigkeiten aus organischen Küchen- und Gartenabfällen und verhindert dadurch das Entstehen unangenehmer Gerüche.

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2014

Neu im Sortiment von Aeroxon® ist der Duft-Mottenschutz, dessen Wirkstoffmischung einen angenehmen, dezenten Duft verströmt und über 3 Monate lang zuverlässig Kleidermotten fernhält. Über eine optische Verbrauchsanzeige ist leicht zu ermitteln, wann die Wirkstoffmischung verdampft und das Produkt auszutauschen ist.

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2016

Heute wird das Familienunternehmen in vierter Generation von Thomas F. Updike geführt. Weitere Familienmitglieder im Unternehmen sind Alice Pfau geb. Updike, verantwortlich für Markenrecht und das historische Archiv und Dorothea Beitinger geb. Updike, Abteilungsleiterin Controlling.

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